Caparzo und Borgo Scopeto: Brunello und Chianti Classico aus einer Familie

Caparzo und Borgo Scopeto sind zwei toskanische Weingüter mit einer Eigentümerin, einem Önologen und einer Rebsorte im Mittelpunkt: Sangiovese. Caparzo füllte 1970 seinen ersten Brunello di Montalcino ab, als es in Montalcino gerade einmal 13 Weinkellereien gab. Borgo Scopeto ist ein mittelalterliches Dorf bei Siena, dessen Weinberge zwischen 360 und 450 Höhenmetern Chianti Classico hervorbringen.

Bei BOS FOOD findest du beide Häuser mit ihrem Sortiment, vom Sangiovese für den offenen Ausschank bis zum Brunello in der Magnum.

Drei Flaschen Caparzo Brunello di Montalcino vor einer Holzkiste

Key Facts

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Zwei Güter, eine Eigentümerin

Caparzo in Montalcino und Borgo Scopeto bei Siena gehören beide Elisabetta Gnudi Angelini. Önologe beider Häuser ist Massimo Bracalente.

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Brunello seit 1970

Damals gab es in Montalcino 13 Weinkellereien. 1977 folgte mit dem Vigna La Casa einer der ersten Brunellos aus einer einzelnen Lage, 1980 die erste Riserva.

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90 Hektar Reben in fünf Lagen

Caparzo bewirtschaftet rund 200 Hektar, davon 90 Hektar Reben zwischen 220 und 300 Höhenmetern: Caparzo, La Casa, La Caduta, Il Cassero und San Piero-Caselle.

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Vom Wine Spectator ausgezeichnet

Die Brunello Riserva 2017 kam auf 96 Punkte, der Brunello 2021 auf 95 und die Chianti Classico Gran Selezione 2015 auf 94.

Brunello di Montalcino

Brunello di Montalcino DOCG besteht ausschließlich aus Sangiovese, der in Montalcino Brunello genannt wird. Die Trauben dafür wachsen in fünf Lagen rund um die Stadt, zwischen 220 und 300 Höhenmetern, auf Böden von sandigem Lehm über Galestro bis zu lockerem Sandstein-Schiefer. Caparzo gehört zu den wenigen Häusern in Montalcino mit Reben in so unterschiedlichen Mikroklimata, und genau daraus setzt sich der Brunello zusammen. Er reift mindestens zwei Jahre im Holz und vier Monate in der Flasche und kommt erst im fünften Jahr nach der Ernte in den Handel.

Im Glas ist er rubinrot und duftet nach Waldfrüchten, fein untermalt von Holznoten. Am Gaumen ist er trocken, kraftvoll und doch elegant, warm und harmonisch, mit langem Abgang. Der Wine Spectator gab dem Jahrgang 2021 95 Punkte. Öffne die Flasche ein bis zwei Stunden vor dem Servieren und schenke sie bei 18 °C aus, zu Braten, Wild, Schmorgerichten und gereiftem Käse. Den Jahrgang 2018 führen wir zusätzlich in der halben Flasche und als Magnum.

Flasche Caparzo Brunello di Montalcino DOCG
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Brunello di Montalcino Riserva

Die Riserva entsteht nur in herausragenden Jahrgängen. Önologe Massimo Bracalente wählt die Trauben persönlich aus, zum Teil aus den Weinbergen im Norden auf 220 Höhenmetern, zum Teil aus dem Süden auf 270 Höhenmetern. Sie reift länger als der Brunello und kommt erst im sechsten Jahr nach der Ernte in den Handel. Die erste Riserva von Caparzo entstand 1980, das Reifepotenzial gibt das Haus mit bis zu 40 Jahren an.

Der Jahrgang 2017 zeigt ein kraftvolles, vielschichtiges Bukett nach Waldfrüchten und ist am Gaumen trocken, körperreich und warm, fein und nachhaltig. Der Wine Spectator vergab 96 Punkte. Öffne die Flasche zwei bis drei Stunden vorher oder dekantiere sie, und serviere sie bei 18 °C zu Wild, geschmortem Rind, Ossobuco oder gereiftem Hartkäse.

Flasche Caparzo Brunello di Montalcino Riserva
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Rosso di Montalcino und Sangiovese

Der Rosso di Montalcino ist der jüngere Bruder des Brunello: dieselbe Rebsorte, dieselben Weinberge, ein deutlich kürzerer Ausbau. Der Jahrgang 2024 besteht zu 100 Prozent aus Sangiovese, reift ein Jahr in traditionellen Fudern aus slawonischer Eiche mit 50 Hektolitern und ruht danach mindestens zehn Monate in der Flasche. Er duftet nach Himbeeren, Veilchen und Granatapfel und ist trocken, mittelkräftig und rund. Bei 18 °C passt er zu Pasta mit Fleischsauce, rotem Fleisch und gereiftem Käse, und er bringt Montalcino auf die Glaskarte.

Der Sangiovese Toscana ist der Gemeinschaftswein der Familie. Die Sangiovese-Trauben machen 85 Prozent aus und kommen aus den drei Gütern in Montalcino, Castelnuovo Berardenga und Magliano. Dazu kommen Alicante aus der Maremma für Farbe und Tannin, Merlot aus dem Chianti für Harmonie und Duft und Petit Verdot aus Montalcino für Struktur. Das Familienwappen auf dem Etikett zeigt deshalb drei Rosen, eine für jedes Gut. Der Wein ist intensiv rubinrot, fruchtig und würzig nach Brombeeren und Himbeeren. Serviere ihn bei 16 bis 18 °C zu Antipasti, Salumi, Pizza und Pasta.

Flasche Caparzo Rosso di Montalcino DOC
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Chianti Classico von Borgo Scopeto

Der Chianti Classico DOCG trägt den schwarzen Hahn auf dem Flaschenhals, das Siegel für Weine aus dem historischen Kerngebiet zwischen Florenz und Siena. Die Weinberge von Borgo Scopeto liegen zwischen 360 und 450 Höhenmetern, und diese Lage gibt den Weinen Frische und Säure. Der Annata entsteht überwiegend aus Sangiovese und reift zwölf Monate in Eichenfässern unterschiedlicher Größe. Er duftet nach Waldbeeren, edlem Holz, Vanille und Kakao und endet mit Kirsche. Bei 16 bis 18 °C begleitet er ein ganzes Menü, besonders Pasta, Risotto, Fleisch jeder Art und mittelalten Käse.

Die Riserva trägt den Namen Misciano. So hieß ein kleines Dorf, das im 15. Jahrhundert verlassen wurde, und so heißt heute der wichtigste Weinberg des Gutes: 360 Meter hoch, nach Süden und Südosten ausgerichtet, auf Sand- und Lehmböden. Die Riserva entsteht nur in den besten Jahren und reift 18 bis 24 Monate in slawonischen Fässern mit 30 Hektolitern und französischen Tonneaux mit 500 Litern. Sie duftet fein nach gerösteten Mandeln und Kaffee und ist am Gaumen kraftvoll, klar gegliedert und im Abgang weich.

Die Gran Selezione ist seit 2014 die höchste Stufe des Chianti Classico: nur Trauben aus eigenen Weinbergen und mindestens 30 Monate Reifung. Bei Borgo Scopeto war der 2015er der erste Jahrgang dieser Stufe. Er ist tief dunkel, dicht und lang, mit feiner Tanninstruktur. Der Wine Spectator gab ihm 94 Punkte.

Flasche Borgo Scopeto Chianti Classico DOCG
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Borgonero und Vin Santo

Der Borgonero ist der Supertoskaner von Borgo Scopeto, also ein Wein außerhalb der Chianti-Regeln, der internationale Rebsorten zulässt. Der Jahrgang 2023 ist eine Cuvée aus 60 Prozent Sangiovese, 20 Prozent Syrah und 20 Prozent Cabernet Sauvignon und reift 18 Monate in Barriques. Er ist fast undurchdringlich dunkel und zeigt ein feines Bukett mit Leder und Tabak, am Gaumen viel Struktur und ein überraschend weiches, elegantes Finale. Bei 16 bis 18 °C passt er zu Braten, Grillfleisch, Trüffelgerichten und gereiftem Käse.

Der Vin Santo del Chianti Classico ist der klassische toskanische Dessertwein. Trebbiano Toscano und Malvasia werden von Hand gelesen und trocknen drei Monate auf traditionellen Holzrosten, bis die Beeren rosinenartig sind. Danach reift der Wein vier Jahre in französischen Barriques und noch einmal zwölf Monate in der Flasche. Er duftet intensiv nach Rosinen und getrockneten Feigen und ist am Gaumen samtig und harmonisch, mit langem Abgang. Serviere ihn bei 12 bis 14 °C zu Cantucci, Crostata, Blauschimmelkäse oder einer Foie-Gras-Terrine.

Flasche Borgo Scopeto Borgonero, Cuvée aus der Toskana
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Über Caparzo und Borgo Scopeto

Die Geschichte von Caparzo beginnt Ende der 1960er-Jahre, als eine Gruppe von Freunden ein verfallenes Gut mit Weinbergen bei Montalcino kauft. Der erste Brunello wird 1970 abgefüllt, zu einer Zeit, in der es in Montalcino 13 Weinkellereien gibt. 1977 folgt mit dem Vigna La Casa einer der ersten Brunellos aus einer einzelnen Lage, 1980 die erste Riserva. Heute umfasst das Gut rund 200 Hektar, davon 90 Hektar Reben.

Borgo Scopeto liegt in Castelnuovo Berardenga, im südlichen Chianti Classico vor den Toren Sienas. Ein Dokument aus dem Jahr 1079 erwähnt den Ort erstmals als befestigte Siedlung im Besitz der Kathedrale von Siena. Ab 1300 gehörte das Anwesen der Sieneser Familie Sozzini, die aus dem Wehrbau eine Villa mit Landwirtschaft machte. Der viereckige Turm aus dem 13. Jahrhundert steht noch heute und ist auf dem Etikett jeder Flasche zu sehen. Das Gut umfasst 503 Hektar, davon 70 Hektar Reben, 50 Hektar Olivenhaine und 350 Hektar Wald.

Beide Güter gehören Elisabetta Gnudi Angelini, dazu kommt Doga delle Clavule in der Maremma. Önologe aller drei Häuser ist Massimo Bracalente, und das erklärt, warum die Weine trotz zweier sehr verschiedener Herkünfte dieselbe Handschrift tragen: Der Sangiovese steht im Mittelpunkt, das Holz bleibt im Hintergrund.

Elisabetta Gnudi Angelini und Alessandra Angelini im Garten des Weinguts
Elisabetta Gnudi Angelini, der Caparzo und Borgo Scopeto gehören, mit Alessandra Angelini.

Warum Kenner Caparzo und Borgo Scopeto wählen

Sangiovese aus zwei Herkünften

Beide Güter keltern Sangiovese, aber in zwei Regionen: Montalcino bringt den kraftvollen, langlebigen Brunello hervor, das Chianti Classico auf 360 bis 450 Höhenmetern frischere Weine. Beide Güter gehören derselben Eigentümerin.

Ein historisches Haus in Montalcino

Caparzo füllt seit 1970 Brunello ab und war 1977 mit dem Vigna La Casa unter den Ersten, die einen Brunello aus einer einzelnen Lage auf die Flasche brachten.

Fünf Lagen in einem Wein

Die Weinberge verteilen sich auf fünf Zonen der Appellation, von sandigem Lehm über Galestro bis zu lockerem Sandstein-Schiefer. Wenige Häuser in Montalcino haben Reben in so unterschiedlichen Mikroklimata.

Für jede Karte die passende Stufe

Das Sortiment reicht vom Sangiovese Toscana für den Ausschank über Rosso und Chianti Classico bis zu Riserva, Gran Selezione und Brunello. Halbe Flasche und Magnum ergänzen es für Menü und Festtafel.

Servieren und kombinieren

Brunello mit Luft

Öffne den Brunello ein bis zwei Stunden vor dem Servieren, die Riserva zwei bis drei Stunden oder dekantiere sie. Bei 18 °C im großen, bauchigen Glas passt er zu Wild, Schmorgerichten, Bistecca alla Fiorentina und gereiftem Pecorino.

Halbe Flasche und Magnum

Den Brunello 2018 führen wir zusätzlich in 375 Millilitern für die Weinbegleitung im Menü und als Magnum mit 1,5 Litern für Veranstaltungen und Festtafeln.

Chianti Classico als Glaswein

Der Chianti Classico begleitet bei 16 bis 18 °C Pasta mit Ragù, Risotto, Salumi und mittelalten Käse. Der Sangiovese Toscana übernimmt die Rolle bei Antipasti und Pizza, der Rosso di Montalcino bringt Montalcino auf die Glaskarte.

Vin Santo zum Abschluss

Serviere ihn bei 12 bis 14 °C in kleinen Gläsern, klassisch mit Cantucci zum Eintunken oder als Kontrast zu Gorgonzola und Foie Gras. Die angebrochene Flasche hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen.

Lagerung

Lagere alle Weine kühl, dunkel und liegend. Das Weingut gibt das Reifepotenzial der Brunello Riserva mit bis zu 40 Jahren an, beim Brunello mit mehr als 30 Jahren.

Häufige Fragen

Gehören Caparzo und Borgo Scopeto zusammen?

Ja. Beide Güter gehören Elisabetta Gnudi Angelini und arbeiten mit demselben Önologen, Massimo Bracalente. Dazu kommt Doga delle Clavule in der Maremma. Caparzo liegt in Montalcino und erzeugt Brunello, Borgo Scopeto liegt bei Siena im Chianti Classico. Der Sangiovese Toscana IGT vereint Trauben aus allen drei Gütern in einer Flasche.

Was ist der Unterschied zwischen Brunello und Rosso di Montalcino?

Beide bestehen zu 100 Prozent aus Sangiovese und stammen aus denselben Weinbergen. Der Brunello reift mindestens zwei Jahre im Holz und vier Monate in der Flasche und kommt erst im fünften Jahr nach der Ernte in den Handel. Der Rosso wird deutlich kürzer ausgebaut, beim Jahrgang 2024 ein Jahr in großen Fudern aus slawonischer Eiche und danach mindestens zehn Monate in der Flasche. Er ist auf Frucht und frühe Trinkfreude ausgelegt.

Was bedeuten Riserva und Gran Selezione beim Chianti Classico?

Der Chianti Classico Annata reift mindestens zwölf Monate. Die Riserva muss mindestens 24 Monate reifen, bei Borgo Scopeto stammt sie aus dem Weinberg Misciano. Die Gran Selezione ist seit 2014 die höchste Stufe: nur Trauben aus eigenen Weinbergen, mindestens 30 Monate Reifung und eine strengere Prüfung vor der Freigabe. Der 2015er war bei Borgo Scopeto der erste Jahrgang dieser Stufe.

Wie lange kann ich die Weine lagern?

Der Sangiovese Toscana und der Rosso di Montalcino sind für die ersten Jahre gedacht. Der Brunello reift laut Weingut mehr als 30 Jahre, die Riserva bis zu 40. Chianti Classico, Riserva Misciano und Gran Selezione liegen dazwischen, der Vin Santo entwickelt sich ebenfalls über viele Jahre. Lagere alle Flaschen kühl, dunkel und liegend.

Woraus besteht der Borgonero?

Der Borgonero ist der Supertoskaner von Borgo Scopeto, also ein Wein außerhalb der Chianti-Regeln. Der Jahrgang 2023 ist eine Cuvée aus 60 Prozent Sangiovese, 20 Prozent Syrah und 20 Prozent Cabernet Sauvignon und reift 18 Monate in Barriques.

Welche Flaschengrößen gibt es?

Die meisten Weine führen wir in der 750-ml-Flasche. Den Brunello di Montalcino 2018 gibt es zusätzlich in der halben Flasche mit 375 ml und als Magnum mit 1,5 Litern. Der Vin Santo kommt in der 375-ml-Flasche.

Kann ich auch als Privatkunde bei BOS FOOD bestellen?

Ja, ohne Mindestbestellwert. Die Lieferung erfolgt in der Regel am nächsten Werktag, oder du holst die Weine persönlich im Showroom in Meerbusch ab. Unser Wein- und Bar-Team berät dich gerne, auch bei größeren Mengen für Gastronomie, Catering und Veranstaltungen.

Caparzo und Borgo Scopeto jetzt bei BOS FOOD bestellen

Zum Einstieg zeigen der Chianti Classico und der Rosso di Montalcino den Stil der beiden Güter am direktesten. Für die besondere Flasche greifst du zum Brunello di Montalcino oder zur Gran Selezione, für den Abschluss des Menüs zum Vin Santo.

Du bestellst ohne Mindestbestellwert, in der Regel mit Lieferung am nächsten Werktag. Unser Wein- und Bar-Team berät dich auch bei größeren Mengen für Gastronomie, Catering und Veranstaltungen.